Regeln

Regeln für Session-Teilnehmende

Das Gesetz der Füße

Wenn Du zu einer Session nichts (mehr) beitragen kannst oder willst und von der Session auch nicht (mehr) profitierst, dann verlasse sie in Ruhe und mit Selbstverständlichkeit. Suche Dir eine neue, schon laufende Session oder pausiere.

Es kommt so, wie es kommt

Gehe auf die Anliegen der anderen ein und auf Deine eigenen. Sei den anderen gegenüber rücksichtsvoll und aufmerksam und auch Dir selbst. Davon lebt die Session, davon wird sie lebendig. Ob es hinterher so war, wie Du es Dir vorher gedacht hattest, ist nicht so wichtig. Sei darauf vorbereitet, überrascht zu werden.

Wertschätze die Teilnehmenden

Respektiere alle Teilnehmenden als interessierte und interessante Personen.

Wer später hinzukommt, wird mit Wohlwollen empfangen. Wer geht, wird mit Wohlwollen entlassen.

Es hört auf, wenn es aufhört

Der Timeslot der Session ist zwar zu einer bestimmten Uhrzeit zu Ende. Aber wenn vorher schon alles gesagt ist, kann die Session auch vorher aufhören.

Regeln für Session-Leader

Du bist (alleine) dafür verantwortlich, den Ort und die Zeit der Session festzulegen und zu verändern.

Du machst es den Interessierten so einfach wie möglich, Deine Session zu finden. (Wir empfehlen einen Hinweis auf die Session außen an der Tür.)

Bei Deiner eigenen Session gilt das „Gesetz der Füße“ nicht für Dich. Du bleibst am von Dir festgelegten Ort, bis der Timeslot vorbei ist. Davon abgesehen ist ein Session-Leader auch ein Session-Teilnehmender. Alle Regeln für Session-Teilnehmende gelten auch für Dich.

Alle Teilnehmenden sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass die Session allen Teilnehmenden etwas bringt. Dein Anteil an dieser Verantwortung ist nicht größer als der jedes anderen Session-Teilnehmenden.

Wir empfehlen im Allgemeinen, ein Sessionergebnis (Stichwortprotokoll o.ä.) zur Verfügung zu stellen. Du entscheidest (gerne nach Rücksprache mit den Teilnehmenden), ob das für Deine Session sinnvoll ist. Wenn ja, kümmerst Du Dich darum, dass so etwas entsteht.

Hausregeln

Diese Hausregeln umreißt unsere Erwartungen an alle Teilnehmenden an unserem Barcamp sowie die Konsequenzen für inakzeptables Verhalten.

Unser Leitbild

Wir sehen es als unsere Aufgabe, eine freundliche, sichere und einladende Umgebung zu schaffen. Dazu wollen wir viele Teilnehmende mit den vielfältigsten und unterschiedlichsten Hintergründen einladen und einbeziehen.  Sie sollen sich bei uns wohl und akzeptiert fühlen. Das sollen unabhängig sein vom Vorhandensein einer Amateurfunklizenz oder einer bestimmten Lizenzklasse, von der Langjährigkeit der Ausübung des Hobbys, von bevorzugten Betriebsarten und sonstigen Vorlieben innerhalb und außerhalb des Hobbys, von verwendeter Sendeleistung, vom eigenen Geschlecht, dem Alter, der sexueller Orientierung, eigenen Begabungen oder Kenntnissen, der Hautfarbe, Herkunft, Staatsangehörigkeit, Religion (oder deren Nichtvorhandensein), dem gesellschaftlichem Status oder der wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.

Unsere Erwartung an alle Teilnehmenden

In diesem Sinne laden wir alle Teilnehmenden ein und erwarten auch von ihnen, das Barcamp so mitzugestalten, dass es zu einer sicheren und positiven Erfahrung für alle wird.

Im Detail empfehlen wir Dir und erwarten von Dir:

  • Verhalte Dich rücksichts- und respektvoll in Wort und Tat.
  • Wir erwarten Respekt gerade gegenüber den Vorlieben Anderer (anwesend oder abwesend).
  • Beteilige Dich authentisch und aktiv.
  • Bemühe dich um Verständnis und Zusammenarbeit, um unnötige Konflikte von vorneherein zu vermeiden.
  • Achte auf Deine Umgebung und die anderen Teilnehmenden. Mache das Orgateam oder andere Anwesende darauf aufmerksam, wenn Du eine gefährliche Situation oder Verletzungen dieser Hausregeln bemerkst oder, dass jemand in Bedrängnis ist, selbst wenn die Sache zunächst belanglos erscheint.

Inakzeptables Verhalten

Inakzeptables Verhalten beinhaltet:

  • Respektloser, herabwürdigender Umgang mit den Vorlieben Anderer (anwesender oder abwesender). Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Ein allgemeines Herabwürdigen von QRP-Betrieb ist nicht akzeptabel. Es ist dagegen völlig ok, wenn Du für Dich persönlich QRP-Betrieb als zu mühsam empfindest und Du das auch sagst.
  • Erniedrigung oder Herabsetzung oder Abwertung anderer (anwesender oder abwesender) in Sprache oder Verhalten.
  • Verletzende oder abwertende mündliche oder schriftliche Kommentare in Bezug auf Geschlecht, sexuelle Orientierung, Abstammung, Hautfarbe, Religion (oder ihre Abwesenheit), Behinderung, Bildung, Alter, Herkunft, Kenntnisse, Fähigkeiten, gesellschaftlichem Status, wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Sozialisation, Staatsangehörigkeit, Vorhandensein einer Amateurfunklizenz oder einer bestimmten Lizenzklasse, Dauer der Ausübung des Hobbys, bevorzugter Betriebsart oder sonstigen Vorlieben innerhalb oder außerhalb des Hobbys, verwendeter Sendeleistung, Begabung oder Kenntnissen, oder ähnlichem.
  • Unangemessene Verwendung von Nacktheit und/oder sexuellem Bildmaterial, namentlich in Präsentationen.
  • Absichtliche Einschüchterung, Stalking oder Nachlaufen.
  • Belästigendes Fotografieren oder Filmen. Verstöße gegen das „Recht am eigenen Bild“.
  • Unangemessener Körperkontakt und unerwünschte sexuelle Zuwendung.
  • Einschüchterung, Diskriminierung, Beleidigung in Sprache oder Verhalten.
  • Verstöße gegen den Datenschutz und die informationelle Selbstbestimmung.

Folgen von inakzeptablem Verhalten

Inakzeptables Verhalten aller Teilnehmenden, einschließlich Sponsoren und Entscheidungsberechtigten, wird nicht toleriert. Wird das Unterlassen inakzeptablen Verhaltens verlangt, ist dem augenblicklich Folge zu leisten.

Wenn ein Teilnehmender sich auf inakzeptable Art und Weise verhält, steht es dem Veranstalter zu, jegliche ihm angemessen erscheinende Maßnahme zu ergreifen, einschließlich einem Ausschluss vom Barcamp ohne Warnung (sowie ohne Rückerstattung von Kosten).

Wir werden uns im Rahmen unserer Möglichkeiten bemühen, nach inakzeptablem Verhalten für die vom Verhalten Betroffenen eine sichere und einladende Umgebung wieder her zu stellen. Im Extremfall gehört dazu, dass wir dabei helfen, mit zuständigen Ordnungs- und Strafverfolgungsbehörden in Kontakt zu treten.

Wenn du inakzeptables Verhalten erlebst

Wenn du von inakzeptablem Verhalten betroffen bist, dieses beobachtest oder andere Anliegen im Zusammenhang mit diesen Hausregeln hast, teile dies bitte so bald wie möglich einem Mitglied des Orgateams mit.

Behandlung von Beschwerden

Wenn Du Dich zu Unrecht oder auf ungerechte Art und Weise beschuldigt fühlst, diese Hausregeln verletzt zu haben, wende Dich bitte mit einer genauen Beschreibung Deiner Beschwerde an ein Mitglied des Orgateams. Deine Beschwerde wird dann in Übereinstimmung mit unseren vorhandenen Richtlinien behandelt werden.

Diese Hausregeln sind eine Überarbeitung und Anpassung des „Berlin Code of Conduct“ durch Andreas Krüger, DJ3EI. Sie stehen unter der CC-BY-SA 3.0 Lizenz.